Enkiel - 7 Wochen nach dem Unfall       

 

17.08. Sieben Wochen sind inzwischen nach Enkiels schrecklichem Unfall vergangen. Sieben Wochen voller Bangen, Enttäuschung, Mutlosigkeit oder Zweifel, aber auch voller Hoffnung. Wird Enkiel wieder ein windhundgerechtes Leben führen können? War die Entscheidung richtig? Hat sich die viele Arbeit gelohnt?

Natürlich stellt man sich solche Fragen immer wieder, wenn man ein schwerkrankes Lebewesen vor sich hat, das sich nicht bewegen kann, das sich mehrfach täglich im Liegen entleert, z.T. das Zimmer flutet und dabei ganz betreten schaut, denn eigentlich ist Enkiel stubenrein und es ist ihm mehr als peinlich, das nicht mehr allein regeln zu können.

Mehrfach in der Woche geht es in die 60km entfernt liegende Tierklinik zur Reha, jede kleine Veränderung wird registriert. Klar hatte der Tierarzt davon gesprochen, dass es eine sehr lange Zeit dauern wird bis Enkiel wieder auf die Pfoten kommt......

Nach einem halben Jahr würde man Ergebnisse sehen....wenn man Glück hat...

Auch zu Hause immer wieder Massagen für die gelähmten Muskeln, Seiten wechseln, um ein Wundliegen zu vermeiden (den Langnasen fehlt nun mal das Fettgewebe, das sonst noch etwas schützt). Manchmal hat Enkiel keinen Appetit, dann helfen kaum noch die Leckerchen, damit er wenigstens etwas im Magen hat, denn Medikamente bekommt er auch und die sind nicht magenschonend.  Vor 2 Wochen stellte sich dann am Wochenende auch noch schlimmer Durchfall ein. Ein sofortiger Tierarztbesuch wurde nötig und das half  den Magen wieder zu beruhigen.

Seit nun mehr 3 Wochen kann Enkiel wenigstens stehen, so hat er Ablenkung, darf seinen Hundefreunden im Garten beim Spielen zu sehen- immer gut festgehalten, damit er ja nicht zur Seite kippt. Nur Liegen ist für einen dreijährigen Hund einfach nur langweilig.

 

 

Nun versucht er manchmal auch selbst aufzustehen. Wieder Gefahr! Schliesslich kann er sich ja nicht selbst stabilisieren, wenn er kippen oder rutschen sollte. Also ist inzwischen der ganze Raum mit Schaumstoff gepolstert und Enkiel nur noch unter strengster Beobachtung. Eine große Herausforderung, denn Frauchen ist ja selbst gesundheitlich stark angeschlagen und alles will deshalb gut organisiert sein. ... Enkiels aufwändige Pflege wäre schon für kerngesunde Menschen sehr anstrengend.

So vergehen die Tage und Enkiels Familie gebührt unser Respekt und unsere Hochachtung - kein Jammern, kein "ich schaff das nicht mehr", sondern immer wieder Telefonate und Besprechen der Vorgehensweise - und immer große Freude über jeden kleinen Fortschritt von Enkielmaus.

Gestern war wieder Rehatermin in der Klinik, Christian hatte die Kamera dabei und dann kamen Fotos bei uns an, die uns die Tränen in die Augen trieben.

Aber schauen Sie selbst:

 

 

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Nach nur 7 Wochen läuft unser Enkiel wieder -zwar noch unterstützt durch das Sicherheitsgeschirr- aber immerhin völlig allein und er bewältig sogar die Treppen am Klinikeingang !!!!

 

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Natürlich wird die Reha fortgesetzt und wir hoffen, dass Enkiel in ein paar Monaten auch wieder windhundtypisch sprinten kann. Wir brauchen natürlich auch weiterhin alle Daumendrücker für den tapferen Windhundjungen und werden von allen Fortschritten berichten, aber er ist schon jetzt auf dem besten Weg zurück ins Windhundleben. Was für ein Fortschritt!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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