DRAGO und PEQUE -

         die vergessenen Seelen

Wir Ihr vielleicht schon hier auf der Homepage gelesen habt, sind wir Geschwister: Peque und Drago.
( optisch zwar eher aussehend wie Bären, aber trotzdem Hunde). Vielleicht sind unter unseren Verwandten Hütehunde, aber wer weiß das schon.
 

Peque im Tierheim

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Drago im Tierheim
 

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8 Jahre lang haben wir auf einem Industriegelände in Madrid gelebt ,wo sich eh kaum einer um uns kümmerte. Hin und wieder brachte uns jemand trockenes Brot oder etwas anderes zu fressen, aber eigentlich kümmerte sich nie wirklich jemand um uns. 8 lange Jahre waren wir uns selbst überlassen und das verbindet natürlich.
 

Und als die Fabrik im Sommer zu gemacht wurde ,hat man uns einfach dort „vergessen“.
Einfach so.....nichts mehr zu Fressen, ....... Wasser ab und zu ,wenn es regnete, denn dort, wo wir eingesperrt waren, regnete es rein.  

Die Tage vergingen. Keiner liess sich mehr blicken, keiner kam. Nach einer unendlich langen Zeit allein sein und Hunger haben.........waren wir „dem Himmel so nah“.....
Irgendwie haben wir die lange Zeit ohne Futter überlebt und eines Tages hat uns ja die Beatriz tatsächlich abgeholt und uns in Sicherheit ins Tierheim gebracht.....
 

Endlich gings uns gut, obwohl wir noch immer Angst vor allem Neuen hatten. Wir kannten ja nichts. Aber wir bekamen reichlich Futter, wurden gestreichelt und beschmust, wir wurden geimpft, gechipt und kastriert und nach einigen Wochen kamen wir nach Deutschland zu Pflegefamilien. Peque und ich wurden nach 8 Jahren zusammen leben plötzlich getrennt. Das war sehr traurig und ich glaube, uns beiden ist das sehr schwer gefallen. Aber es gab keine andere Chance für uns, wer will schon 2 alte nicht mehr ganz so fitte und noch dazu 2 so große Hunde auf einmal haben.
 

Peque lebte nun mit lauter kleinen Hunden zusammen und ich kam in ein Windhundrudel.

 Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich mir zwischen all den dünnen Langnasen wie ein riesiger Kuschelbär vorkam. Eine meiner Pfoten ist schliesslich so groß wie 3 Windhundpfoten zusammen :-)) Jeden Tag lernten wir Neues und das Größte war immer, wenn es zum Spielen und Toben in den Garten ging. So etwas hatte ich nie kennengelernt. Wenn es Leckerchen gab, dann steckte ich meinen "kleinen" Kopf immer zwischen die anderen Köpfe und es fiel keinem auf, dass ich kein Windhund bin :-)) 

Das Leben könnte so weitergehen, wenn ich nicht immer wieder an meine Peque denken musste. Wie mochte es ihr wohl ergehen? Ob sie auch Sehnsucht nach mir hat?
 

Dann geschah das Unerwartete: Peque fand eine eigene Familie!
 

Sie bekam 2 neue Hundefreunde (beide auch als Streuner auf der Strasse gefunden) und eine Familie, der es schnurzegal war,dass sie schon ein alter Hund mit mancherlei Wehwehchen war. Ein absoluter Glücksfall! Ich freute mich riesig für meine Peque!
 

Damit sie auch problemlos ins Auto ein-und aussteigen kann, baute ihr der Marc sogar eine extra Stiege.
 


 


 

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Inzwischen war ich schon 3 Monate hier und ich hatte mich an den Gedanken gewöhnt, meine restlichen Lebensjahre mit meinen Windhundfreunden zu verbringen.  

Was dann passierte, ist für alle hier noch immer unfassbar!
 

Peques Familie schrieb, dass sie der Meinung sei, wer 8 Jahre zusammen gelebt hat, soll auch bis an sein Lebensende zusammenleben dürfen und nicht mehr getrennt sein.
 

Kurz: sie wollen auch mich adoptieren !
Seither ist für uns Weihnachten, Ostern und Geburtstag in einem, und das jeden Tag!
 


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Wir sind nun beide hier und das inzwischen schon seit 3 bzw. 4 Monaten. Immer wieder muss ich mich vergewissern, dass das kein Traum ist. So suche ich immer wieder den Körperkontakt zu Peque und bin einfach nur glücklich.
 




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Unsere Angst ( wir kannten ja nur Hunger, Angst und Einsamkeit ) wurde jeden Tag weniger. Zwischenzeitlich rennt vorallem die Peque herum wie eine junge Gemse. Ganz schnell und eifrig beim Gassi und vorallem durch den Garten der Katze hinterher ,während ich eher der Langsamere, Besonnene bin und unglaublich intensiv und genau die „Hundezeitung“ lese...
Zwischenzeitlich darf man uns auch streicheln und schmusen. Sogar die Pfoten .... denn bei Berührung von diesen, bin vorallem ich, (Drago) fast gestorben vor Angst.

So rennen und laufen wir.... spielen, fressen , schlafen, machen Unfug und geniesen unser ganz neues Leben. Es sind ja noch 2 andere Hunde hier, welche nun unsere Kumpels sind und von denen wir viel lernen....
 




 

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Vorallem dass wir wieder zusammen sein können, freut uns jeden Tag. Nachts erfreue ich mich an Peques unglaublich lautem Schnarchen.
Frauchen sagt dann immer was von“ Bäume absägen“.......

Ich liege dann einfach auf meiner Matratze und lausche dem Schnarchen, welches ich schon so viele Jahre kenne und bin froh, daß es uns so gut geht und wir uns wohl fühlen, was wir auch zeigen.
 




 


 

Ja und nun ist bald Weihnachten und wir wissen nicht so genau, was ein Christkind ist. Es muß irgendwas Himmlisches sein .....

Wir leben und sind froh und finden das alles einfach himmlisch.

Das Leben ist himmlisch und trotzdem sind wir dem Himmel so fern......

 

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Deshalb denke ich oft und man kann es ruhig sagen:

“ Der Himmel muß warten“

Euer Drago ( Dragobär) und Peque die ( Pequehexe )
 

 

 

 

 

 

 

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